Geschichte
Erfunden wurde die Vorgängerin aller Jeansklamotten, die Blue Jeans, vor über 150 Jahren als Arbeiterhose: 1853 entwarf Levi Strauß für die Minenarbeiter in San Francisco den "Waist Overall". Diese Urform der heutigen Jeans war allerdings noch nicht blau, sondern aus einem robusten braunen Stoff, hüfthoch und wurde von Hosenträgern gehalten. Rund 20 Jahre später stellte Strauss fest, dass die Nähte der Jeans der ständigen Beanspruchung durch die Minenarbeiter nicht gewachsen waren. Der Schneider Jakob Davis hatte schließlich die zündende Idee: Er verstärkte die Schwachstellen mit Nieten - das traditionelle Erkennungszeichen der heutigen Jeans war geboren. Etwa zur gleichen Zeit wurde auch der bisher verwendete braune Zeltplanenstoff durch einen blau gefärbten Baumwollstoff, den wir heute unter dem Begriff Denim kennen, abgelöst. Da man die Hosen mit dem aus Genua stammenden Farbmittel "Bleu de GĂȘnes" färbte, entwickelte sich nach und nach die Bezeichnung Blue Jeans.
Nachdem die Hosenträger im Laufe der 30er-Jahre durch den Gürtel abgelöst wurden, entdeckten um 1950 die amerikanischen Jugendlichen die Jeans für sich: Sie trugen die Arbeiterhose als Symbol des Protests gegen verhasste Konventionen. US-Soldaten brachten die Blue Jeans im Zuge des Zweiten Weltkriegs schließlich nach Europa. 1948 wurde die Jeans erstmals in Europa hergestellt - von einer kleinen Kleiderfabrik in Künzelsau, die sich Jahre später Mustang nannte. Seither feiert Denim große Erfolge überall auf der Welt - als Hose, Jacke, Schuhe oder Tasche, in unzähligen Modellen, Farben, Formen und Waschungen.